Neue Zweifel an der Einstein Stiftung

2010 Juni 24
von Nicolas Zimmer

In der gstrigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses wurde auf Antrag unserer Fraktion ein Bespruch zum Thema “Einstein Stiftung Berlin – was ist zu erwarten und was ist zu befürchten?” behandelt. Zu Überraschung der meisten Ausschussmitglieder erklärte Senator Zöllner auf meine Nachfrage, das die Struktur der Stiftung völlig verändert worden ist. Eigentlich sollte das operative Geschäft der Stiftung über eine Tochter-GmbH abgewickelt werden, doch dies soll nun nicht mehr der Fall sein. Die Stiftung hat auch keinen Geschäftsführer mehr. Die angeblich zu erwartenden Zustiftungen in Millionenhöhe, um private Fördermittel für Berlins Wissenschaft zu akquirieren, sind bislang komplett ausgeblieben. Lediglich ein paar Fördermittelanträge sind bislang überhaupt nur genehmigt worden. Fazit: Außer Spesen (in Millionenhöhe für die Stiftungsgründung) nichts gewesen. Dazu schreibt heute der Tagesspiegel:

Wissenschaftssenator Zöllner versucht, Zweifel an der Stiftung zu zerstreuen – doch die Startschwierigkeiten scheinen noch nicht überwunden

[...] 27 Vorhaben zur Förderung eingereicht, sagte Zöllner. Offensichtlich arbeiten die Gremien der Stiftung diese Anträge nur zögerlich ab. „Drei oder vier“ hätten einen Zuschlag bekommen, „fünf oder sechs“ seien abgelehnt worden, erklärte Zöllner.

[...] Zimmer kritisierte im Ausschuss, die Gremienfülle führe zu „zusätzlichen Kosten und Intransparenz“ . Die Mittel könnten einfacher an die Universitäten weitergereicht werden. Er frage sich auch, was aus dem Ziel geworden sei, mit der Stiftung zusätzliches Geld einzuwerben: „Da war doch die Rede davon, weltweit Millionen zu sammeln.“

Der vollständige Artikel kann hier nachgelesen werden:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/der-lange-weg-der-einstein-stiftung/1866382.html

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